Die Kirche in Zavelstein prägt mit das Bild Im Städtle und soll jetzt – mit Hilfe eines Landeszuschusses – Sanierungsarbeiten erfahren.

Die Kirche in Zavelstein prägt mit das Bild Im Städtle und soll jetzt – mit Hilfe eines Landeszuschusses – Sanierungsarbeiten erfahren.

Donnerstag, 24.08.2017

Sanierung historischer Kirchenbauten wird gefördert

Denkmalpflege | MdL Thomas Blenke: „Zuschüsse sind auch Investitionsauslöser“


Bad Teinach-Zavelstein/Ebhausen. „Es ist wichtig, unsere Kulturdenkmale zu pflegen, um sie dauerhaft zu erhalten“, sagt der innenpolitische Sprecher und stellvertretende Vorsitzende der CDU-Landtagsfraktion, Thomas Blenke, im Zusammenhang mit nach Zavelstein und Ebhausen fließenden Zuschüssen aus dem Denkmalförderprogramm 2017 des Landes.

In beiden Fällen sind Kirchengemeinden die Empfänger, wie die Staatssekretärin Katrin Schütz (CDU) aus dem Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau dem Calwer Abgeordneten vor einigen Tagen mitteilte. „Es ist kein Zufall, dass dieses Förderprogramm im Wirtschaftsministerium angesiedelt ist, denn solche Zuschüsse sind auch Investitionsauslöser“, unterstreicht der Abgeordnete. Er weist darauf hin, dass auch private Maßnahmen unterstützt werden, aber aus Datenschutzgründen nur die der Kommunen und Kirchen eine Veröffentlichung erfahren.

In Zavelstein, wo bei der ersten Ausschüttung des Jahres die Stadt mit der Sanierung der Mauer um den historischen Friedhof zum Zuge kam (wir berichteten), werden zur Instandsetzung der Kirche und der Umfassungsmauer im Städtle 18 – so die Anschrift des Gotteshauses in der historischen Altstadt – 12.500 Euro beigesteuert. Erstmals genannt ist in Zavelstein eine Kapelle 1379, 1491 ist eine St. Georgskapelle belegt, die 1578 zur evangelischen Stadtkirche umgebaut und erweitert wurde.

Einen Förderbetrag von 63.990 Euro weist die Liste für diese zweite Tranche förderfähiger kommunaler und kirchlicher Maßnahmen in diesem Jahr für Ebhausen aus. Auch hier geht es um die Außeninstandsetzung der Kirche. Außerdem sind Arbeiten am Dachtragwerk sowie an der Orgel notwendig.

Der über Ebhausen hinaus bekannte Heimatforscher Friedrich Heinz Schmidt (1902-1971) hat zur von 1860 bis 1862 im neugotischen Stil erbauten Kirche in seiner Heimatgemeinde festgestellt, dass zwar am Turm die Jahreszahl 1433 eingemeißelt ist, dieser aber ein wesentlich höheres Alter hat. Es gibt Hinweise in Urkunden aus dem 13. Jahrhundert. Die Größe des Kirchensprengels Ebhausen unterstreicht dessen Bedeutung im Mittelalter: Er umfasste Rohrdorf, Berneck, Pfrondorf, Gaugenwald, Ebershardt, Wart, Martinsmoos, Zwerenberg, Hornberg, Neuweiler, Oberweiler, Aichhalden, Hofstett, Hünerberg, Aichelberg und Nonnenmiß.

Insgesamt hat die zweite Tranche des Denkmalförderprogramms 2017 des Landes ein Volumen von 3,7 Millionen Euro. Damit sind bisher für 2017 landesweit für 273 Vorhaben 13,3 Millionen Euro Fördergelder zugesagt. Wer noch nicht zum Zuge kam, darf noch auf die dritte und letzte Tranche in einigen Wochen hoffen. „Ohne den Datenschutz zu verletzen, kann ich sagen, dass auch private Denkmalpfleger für die der Landesregierung und mir wichtigen Erhaltungsinvestitionen nicht alleine gelassen werden“, unterstreicht Thomas Blenke.

 

 

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