Vor dem mit ELR-Mitteln geförderten Anbau an den „Schwarzwaldhof“ im Hintergrund, ließ sich ein Teil der CDU-Stammtischrunde mit Thomas Blenke (Vierter von links) ablichten.

Vor dem mit ELR-Mitteln geförderten Anbau an den „Schwarzwaldhof“ im Hintergrund, ließ sich ein Teil der CDU-Stammtischrunde mit Thomas Blenke (Vierter von links) ablichten.

Donnerstag, 19.04.2018

Blenke: „Diesel-Fahrverbot wäre faktische Enteignung“

CDU-Stammtisch mit dem Landtagsabgeordneten / Viele Themen besprochen


Enzklösterle. Mitglieder und Interessierte hatte der Vorsitzende des CDU-Gemeindeverbands Enzklösterle, Karl Merkle, zum politischen Stammtisch mit dem stellvertretenden Vorsitzenden und innenpolitischen Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Thomas Blenke, in den „Schwarzwaldhof“ eingeladen. Dabei wurden viele Themen besprochen und auch manches Für und Wider diskutiert. „Auswirkungen der schwarz-grünen Landespolitik auf Enzklösterle und die Region“ lautete das Generalthema.

Die Zusammenarbeit, unterstrich Blenke, klappe zwischen den Regierungsparteien gut, ja besser, als zu erwarten gewesen sei. Natürlich gebe es Felder, in denen man eine andere Auffassung habe, als die Grünen. Dazu zähle etwa die von diesen gewünschte Ansiedelung des Wolfes. Da gelte es nicht nur, betroffene Tierhalter wie Schäfer zu entschädigen. Wo der Wolf zur Gefahr werde, müsse er geschossen werden.

Weil er und seine Partei zum ländlichen Raum stünden, sei hier  – auch wenn strukturell bedingt aufwändiger als in großen Zentren – rasch die notwendige Breitband-Struktur zu schaffen. Das schnelle Internet sei so wichtig wie Strom und Wasser, unterstrich der Abgeordnete unter dem Beifall der Besucher. Bisher habe das Land auf diesem Feld 1000 ländliche Kommunen gefördert, darunter Enzklösterle.  Dank gelte Bürgermeisterin Petra Nych und allen Beteiligten für ihr Engagement dabei.

Ähnliches gelte für die Förderung aus dem Entwicklungsprogramm ländlicher Raum, kurz ELR genannt. „Damit wollen wir die Gemeinden attraktiver für Privatpersonen und Gewerbetreibende machen und sie zu eigenen Investitionen bewegen“, erläuterte der Abgeordnete. Er verwies auf die Förderung für den am Tagungslokal fertiggestellten Erweiterungsbau.

Das Problem der mangelnden Landärzte spüre man in Enzklösterle nach dem Tod des geschätzten Arztes Dr. Hildebrand als tiefen Einschnitt. Nach dem zwischen Bund und Ländern ausgehandelten „Masterplan 2020“ für das Medizinstudium sollen künftig bestimmte Studienplätze exklusiv an angehende Ärzte vergeben werden, die sich für eine spätere Tätigkeit als Landarzt verpflichten.

„Ein Diesel-Fahrverbot wäre faktisch eine Enteignung“, sagte Blenke, der besonders auf daraus entstehende Probleme für das Handwerk verwies. Beim Stand der Technik wäre dieses ideologisch geprägt, und man sei da mit dem Koalitionspartner nicht einig. Überraschenderweise anders sei die Situation beim Thema innere Sicherheit, wusste er zu dem Spezialgebiet, in dem er als Vorsitzender der Konferenz der Unions-Innenpolitiker auf Bundesebene die Dinge entscheidend mitprägt. Aspekte dazu, zum Tourismus und anderem boten weiteren Gesprächsstoff.

 

 

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