Donnerstag, 27.09.2018

Thomas Blenke begrüßt Forderung des CDU-Landesparteitags, Wolf ins Jagdrecht zu übernehmen


Stuttgart/Calw/Bad Wildbad.
Der  Wolf soll in das Jagd- und Wildtiermanagementgesetz  überführt werden. Das ist einer der Kernforderungen, die der Landesparteitag der CDU am 21./22. September im Europapark Rust verabschiedet hat. Dafür  hatte sich der stellvertretende Fraktionsvorsitzende und Calwer Landtagsabgeordnete Thomas Blenke im Vorfeld mit Nachdruck eingesetzt. Den schwersten Vorfall mit einem Wolf hatte es in seinem Wahlkreis Calw gegeben. Eines dieser Raubtiere hatte dem Bad Wildbader Schäfer Gernot Fröschle im Frühjahr mehr als 40 Schafe gerissen.

„Wir nehmen die Sorgen der Menschen ernst“, sagte Blenke. Zumal Fröschles Hof zwischen Enzklösterle und Bad Wildbad mitten in einem Fremdenverkehrsgebiet liegt.  Neben Wolfsgebieten müssten Siedlungs- und Weideschutzgebiete ausgewiesen werden, in denen eine Bejagung  ohne die ansonsten hohen Anforderungen rechtlich möglich sein muss, heißt es in dem Antrag der baden-württembergischen CDU weiter. Dies bedürfe der Anpassung der jagdrechtlichen Voraussetzungen. Denn, so Blenke: „Die  Jägerinnen und Jäger kennen die Gegebenheiten in ihren  Revieren.“

Es brauche klarer Richtlinien, so die Forderung der Landes-CDU, wie Konflikte zwischen Wölfen, Menschen, Nutztieren und bestehenden Ökosystemen minimiert werden können. Der Abgeordnete weist außerdem darauf hin, dass „die Weidehaltung von Schafen, Ziegen Mutterkühen und Pferden für die Grünlandbewirtschaftung, die Landschaftspflege, die Biodiversität und den Naturschutz unverzichtbar ist.“ Schutzmaßnahmen wie Weidezäune seien unerlässlich und müssten vom Staat schnell und unbürokratisch gefördert werden. Aufenthaltsorte der Wölfe, so fordert die CDU, seien digital zu erfassen, zumal es im Umgang mit diesen Tieren einer besonders großen Transparenz bedarf, um Vorbehalte und Ängste abzubauen.

 

 

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